24.05.13, 22:52
Hallo Jochen,
heute habe ich mich doch noch dem Fenster gewidmet. Das Problem seht Ihr auf dem ersten Foto. Die Vorspannung des Fahrerfensters war so hoch, dass der Dichtgummi an einer Stelle mitgezogen wurde. Also habe ich mich entschlossen, alles auseinanderzunehmen (Zeitaufwand für alles zusammen: Eine Stunde).
Ich habe also die Türverkleidung abgebaut und hinter der Chromblende die Führungsschraube (sie kontert einen schwarzen Gummikeil) gelöst. Diese Schraube muss zum Schluss der Arbeiten wieder festgezogen werden, und zwar wenn alles justiert ist und das Fenster geschlossen ist! Aber weiter: Obere Schrauben der Gleitschienen gelockert, oberen Endanschläge vorne und hinten gelöst, und dann die Gleitschienen vorne und hinten jeweils in die Mitte der dazugehörigen Gewindeschrauben gebracht (über Gewindeschrauben von außen einstellen). Die Gleitschienen lagen in meinem Fall tatsächlich außen am Ende der Gewindebolzen auf, also war höchste Vorspannung gegeben (starke seitliche Neigung). Dreht man von außen die Gewindeschraube gegen den Uhrzeigersinn, wandern die Gleitschienen Richtung Innenraum, stellt sich somit die Scheibe senkrechter auf und nimmt somit die Vorspannung ab.
Achtung: Dadurch, dass das Fenster je nach Eingriff senkrechter stehen könnte, ragt es nach oben weiter raus, das heißt, dass beim Schließen der Tür das Fenster am äußeren Verdeckrand u.U. sogar anschlagen kann. Bruchgefahr!! Deswegen die Türe nicht einfach mal eben so zuschmeißen, sondern gaaanz langsam in Richtung der ersten Schließraste bewegen und dabei beobachten, wie hoch die Scheibe steht! Das ist ein Problem, das schnell gelöst ist.
Zwischencheck: Die Gleitschienen sind mittig auf der Gewindeschraube positioniert, die Gleitschienen oben auch wieder festgezogen. Dadurch haben die Gleitschienen kein Spiel und ist das Ergebnis der Justierung über die Gewindebolzen direkt feststellbar. Sollte die Scheibe übrigens zu weit vorne oder hinten stehen, kann man dies ganz einfach lösen: Die Fenster haben unten eine Schiene, die mit dem Fensterheber verbunden ist. Das sind zwei oder drei Schrauben, liegen alle auf derselben horizontalen Höhe. Löst man diese Schrauben, kann man die Scheibe etwas nach vorne oder hinten schieben, Schrauben festziehen, fertig. Das macht man BEVOR man den oberen Endanschlag justiert!! Selbsterklärend, warum (siehe nachfolgend).
Zu den oberen Endanschlägen: Das Fenster sollte im geschlossenen Zustand mit dem Spiegeldreieck fluchten. Entweder steht die Scheibe zu weit vorne (eher unwahrscheinlich) oder aber fährt der Fensterheber einfach zu hoch hinaus. Das ist nun nen kleines Hin und Her, die Langlochschrauben für die Endanschläge vorne und hinten an der richtigen Stelle zu fixieren, aber es ist selbsterklärend. Fenster immer erst ein Stück ablassen, dann den Endanschlag einstellen und dann das Fenster wieder hochfahren. Einfach vorsichtig rantasten. Ein Foto zeigt, dass der Endanschlag des Fensters bei mir nicht richtig eingestellt war, sondern zu weit oben positioniert war. Der Gummi des Spiegeldreiecks wurde dabei immer nach oben gezogen und das sollte er nicht. Sind nun die oberen Anschläge richtig eingestellt, lassen wir das Fenster ganz runter.
Nun prüfen, ob der obere Fensterscheibenrand mittig zwischen den Blechfalzen steht. Das war bei mir der Fall, so dass ich dies über die Gleitbacken nicht auch noch einstellen musste. Das wäre zwar ein Kinderspiel und ebenfalls selbsterklärend, aber bei den Gleitbacken einfach gefühlvoller vorgehen, da die Gleitbacken am Glas anliegen. Also einfach sachter vorgehen und die Muttern dann nicht mit Brachialgewalt zuziehen. Handfest reicht.
Zwischencheck: Endanschlag oben ist eingestellt, die Fensterschiene sitzt vorne und hinten mittig auf den Gewindebolzen, der obere Scheibenrand bei heruntergelassenem Fenster auf ganzer Linie mittig zwischen den Blechfalzen und kann man sich dann der Justierung widmen.
Bei erster Schließraste, sollte der obere Fensterrand an den Dichtgummis der A-Säule und des Daches anliegen.
Gegen Uhrzeigersinn = Scheibe geht von Dichtgummi weg.
Mit Uhrzeigersinn = Scheibe liegt stärker an Dichtgummis an.
Wenn auch das erledigt ist, checkt man sicherheitshalber den Anschlag unten für den Endschalter. Selbsterklärend.
Probeweise die Türverkleidung einhängen, damit das Fenster beim Hochfahren durch die Dichtgummis geführt wird. Türe langsam an das Schloss führen, oberen Scheibenrand beobachten, ob er das Dach/Softtop berührt oder nicht. Ist das nicht der Fall, Tür in Raste eins. Der Scheibenrand muss auf ganzer Linie an den Dichtgummis der A-Säule und Dach anliegen, dabei sollte das Fenster aber im Idealfall bildlich gesehen anliegen und beim weiteren Schließen sollte die Scheibe dann nachoben rutschen, weil sie angepresst wird, sich also steiler aufstellt. Die Scheibe sollte also nicht an einer Gummilippe anstoßen und diese dann wegbewegen können, um dann an der Dichtung anzuliegen.
Ist die Tür ganz geschlossen, sollte die Scheibe nun auf ganzer Linie auch an der B-Säule anliegen. Zu diesem Zweck vorher Glasreiniger auf die Dichtgumis sprühen, denn wenn die Scheibe nun aufliegt, sieht man die Berührungspunkte zwischen Glas und Gummi sofort (zeichnet sich schwarz ab). Glasreiniger verflüchtet sich rückstandslos, deswegen diese Wahl der Flüssigkeit.
So, wenn das alles passt, Tür öffnen, das Fenster hochgefahren lassen. Wir müssen uns ja noch der Schraube widmen, die sich hinter der Chromplatte verbirgt und den Fensterrand hinten stützt. Die Schraube fixiert einen Gummikeil für den hinteren Fensterrand. Den schwarzen Führungskeil aus Gummi ruhig etwas hin und her bewegen, während man die Schraube, an der der Keil hängt, nach oben bewegt. Der Keil muss wirklich sauber anliegen und sollte nicht irgendwie schräg fixiert werden. Die Schraube führt durch ein Langloch, dort nach oben führen, bis der Keil am hinteren Fensterrand bündig anliegt. Schraube festziehen (der Keil verhindert, dass die Scheibe beim Hochfahren zittert/stottert).
Nochmal alles testen, Konterschrauben der Gewindebolzen nochmals auf festen Sitz prüfen, Gummipfropfen drauf und so weiter....
Ich habe bei der Gelegenheit noch eine neue Türfolie mit Original-Kleber verbaut. Sie ist stabiler als vor 20 Jahren und mit dem Spezialkleber immer wieder abziehbar.
Türverkleidung anbauen wie gehabt....kennt Ihr alles auswenidg, denke ich.
War das halbwegs verständlich? Wir sollten da mal einen schöne Anleitung basteln...
Grüße
Tho
heute habe ich mich doch noch dem Fenster gewidmet. Das Problem seht Ihr auf dem ersten Foto. Die Vorspannung des Fahrerfensters war so hoch, dass der Dichtgummi an einer Stelle mitgezogen wurde. Also habe ich mich entschlossen, alles auseinanderzunehmen (Zeitaufwand für alles zusammen: Eine Stunde).
Ich habe also die Türverkleidung abgebaut und hinter der Chromblende die Führungsschraube (sie kontert einen schwarzen Gummikeil) gelöst. Diese Schraube muss zum Schluss der Arbeiten wieder festgezogen werden, und zwar wenn alles justiert ist und das Fenster geschlossen ist! Aber weiter: Obere Schrauben der Gleitschienen gelockert, oberen Endanschläge vorne und hinten gelöst, und dann die Gleitschienen vorne und hinten jeweils in die Mitte der dazugehörigen Gewindeschrauben gebracht (über Gewindeschrauben von außen einstellen). Die Gleitschienen lagen in meinem Fall tatsächlich außen am Ende der Gewindebolzen auf, also war höchste Vorspannung gegeben (starke seitliche Neigung). Dreht man von außen die Gewindeschraube gegen den Uhrzeigersinn, wandern die Gleitschienen Richtung Innenraum, stellt sich somit die Scheibe senkrechter auf und nimmt somit die Vorspannung ab.
Achtung: Dadurch, dass das Fenster je nach Eingriff senkrechter stehen könnte, ragt es nach oben weiter raus, das heißt, dass beim Schließen der Tür das Fenster am äußeren Verdeckrand u.U. sogar anschlagen kann. Bruchgefahr!! Deswegen die Türe nicht einfach mal eben so zuschmeißen, sondern gaaanz langsam in Richtung der ersten Schließraste bewegen und dabei beobachten, wie hoch die Scheibe steht! Das ist ein Problem, das schnell gelöst ist.
Zwischencheck: Die Gleitschienen sind mittig auf der Gewindeschraube positioniert, die Gleitschienen oben auch wieder festgezogen. Dadurch haben die Gleitschienen kein Spiel und ist das Ergebnis der Justierung über die Gewindebolzen direkt feststellbar. Sollte die Scheibe übrigens zu weit vorne oder hinten stehen, kann man dies ganz einfach lösen: Die Fenster haben unten eine Schiene, die mit dem Fensterheber verbunden ist. Das sind zwei oder drei Schrauben, liegen alle auf derselben horizontalen Höhe. Löst man diese Schrauben, kann man die Scheibe etwas nach vorne oder hinten schieben, Schrauben festziehen, fertig. Das macht man BEVOR man den oberen Endanschlag justiert!! Selbsterklärend, warum (siehe nachfolgend).
Zu den oberen Endanschlägen: Das Fenster sollte im geschlossenen Zustand mit dem Spiegeldreieck fluchten. Entweder steht die Scheibe zu weit vorne (eher unwahrscheinlich) oder aber fährt der Fensterheber einfach zu hoch hinaus. Das ist nun nen kleines Hin und Her, die Langlochschrauben für die Endanschläge vorne und hinten an der richtigen Stelle zu fixieren, aber es ist selbsterklärend. Fenster immer erst ein Stück ablassen, dann den Endanschlag einstellen und dann das Fenster wieder hochfahren. Einfach vorsichtig rantasten. Ein Foto zeigt, dass der Endanschlag des Fensters bei mir nicht richtig eingestellt war, sondern zu weit oben positioniert war. Der Gummi des Spiegeldreiecks wurde dabei immer nach oben gezogen und das sollte er nicht. Sind nun die oberen Anschläge richtig eingestellt, lassen wir das Fenster ganz runter.
Nun prüfen, ob der obere Fensterscheibenrand mittig zwischen den Blechfalzen steht. Das war bei mir der Fall, so dass ich dies über die Gleitbacken nicht auch noch einstellen musste. Das wäre zwar ein Kinderspiel und ebenfalls selbsterklärend, aber bei den Gleitbacken einfach gefühlvoller vorgehen, da die Gleitbacken am Glas anliegen. Also einfach sachter vorgehen und die Muttern dann nicht mit Brachialgewalt zuziehen. Handfest reicht.
Zwischencheck: Endanschlag oben ist eingestellt, die Fensterschiene sitzt vorne und hinten mittig auf den Gewindebolzen, der obere Scheibenrand bei heruntergelassenem Fenster auf ganzer Linie mittig zwischen den Blechfalzen und kann man sich dann der Justierung widmen.
Bei erster Schließraste, sollte der obere Fensterrand an den Dichtgummis der A-Säule und des Daches anliegen.
Gegen Uhrzeigersinn = Scheibe geht von Dichtgummi weg.
Mit Uhrzeigersinn = Scheibe liegt stärker an Dichtgummis an.
Wenn auch das erledigt ist, checkt man sicherheitshalber den Anschlag unten für den Endschalter. Selbsterklärend.
Probeweise die Türverkleidung einhängen, damit das Fenster beim Hochfahren durch die Dichtgummis geführt wird. Türe langsam an das Schloss führen, oberen Scheibenrand beobachten, ob er das Dach/Softtop berührt oder nicht. Ist das nicht der Fall, Tür in Raste eins. Der Scheibenrand muss auf ganzer Linie an den Dichtgummis der A-Säule und Dach anliegen, dabei sollte das Fenster aber im Idealfall bildlich gesehen anliegen und beim weiteren Schließen sollte die Scheibe dann nachoben rutschen, weil sie angepresst wird, sich also steiler aufstellt. Die Scheibe sollte also nicht an einer Gummilippe anstoßen und diese dann wegbewegen können, um dann an der Dichtung anzuliegen.
Ist die Tür ganz geschlossen, sollte die Scheibe nun auf ganzer Linie auch an der B-Säule anliegen. Zu diesem Zweck vorher Glasreiniger auf die Dichtgumis sprühen, denn wenn die Scheibe nun aufliegt, sieht man die Berührungspunkte zwischen Glas und Gummi sofort (zeichnet sich schwarz ab). Glasreiniger verflüchtet sich rückstandslos, deswegen diese Wahl der Flüssigkeit.
So, wenn das alles passt, Tür öffnen, das Fenster hochgefahren lassen. Wir müssen uns ja noch der Schraube widmen, die sich hinter der Chromplatte verbirgt und den Fensterrand hinten stützt. Die Schraube fixiert einen Gummikeil für den hinteren Fensterrand. Den schwarzen Führungskeil aus Gummi ruhig etwas hin und her bewegen, während man die Schraube, an der der Keil hängt, nach oben bewegt. Der Keil muss wirklich sauber anliegen und sollte nicht irgendwie schräg fixiert werden. Die Schraube führt durch ein Langloch, dort nach oben führen, bis der Keil am hinteren Fensterrand bündig anliegt. Schraube festziehen (der Keil verhindert, dass die Scheibe beim Hochfahren zittert/stottert).
Nochmal alles testen, Konterschrauben der Gewindebolzen nochmals auf festen Sitz prüfen, Gummipfropfen drauf und so weiter....
Ich habe bei der Gelegenheit noch eine neue Türfolie mit Original-Kleber verbaut. Sie ist stabiler als vor 20 Jahren und mit dem Spezialkleber immer wieder abziehbar.
Türverkleidung anbauen wie gehabt....kennt Ihr alles auswenidg, denke ich.
War das halbwegs verständlich? Wir sollten da mal einen schöne Anleitung basteln...
Grüße
Tho

