16.11.10, 00:46
Japan Import
Richtig eingekauft ist das durchweg lohnend und wie es geht, hat Andreas ja prima beschrieben. Ergänzend hier noch ein Löffelchen Senf dazu:
RoRo Fracht ist derzeit (xch rate, Auslastung etc.) ca 800 Eurones. Hinzu kommen innerjapanische Transportkosten und Gebühren (Steuern, Abmeldung, Export Docs usw.), die können noch mal 800 Eurones ausmachen. Man soll darauf bestehen, daß WWL den RoRo Transport macht.
Am Beispiel des schwarzen Bocks bei Goo-Net kann man einige Tücken zeigen:
Erst mal ist keine FIN genannt, die MUSS sein! Es sieht so aus, als ob das ein Grauimport aus D oder auch der SU (!) ist, weil in J unübliche Ausrüstung verbaut ist: Notsitze, Windschott, Heckblech und Frontunterlage für breite EU Kennzeichen. Das Risiko hier sind heftig gedrehte Tachos (Schlüssel sind arg abgegriffen) und Vorschäden. Dafür spricht auch die 99er Zulassung für ein frühes 98er Auto. Ohne FIN keine Klarheit! Offiziell importiere (Yanase) Vehikel sind meist sauber dokumentiert.
Die (fragwürdigen) Räder machen hier u.U. erheblich Zulassungsprobleme und VR Reifen wurden auch gern montiert. Das elektronische Gerümpel ist in der EU völlig nutzlos, und das Loch im Brillenfach muß man auch stopfen…
Die Xenons wurden sicherlich nachgerüstet (wie oft in J), weil die Wischer der SWR zu den Normalos gehören. Dabei wurde (fast) nie die dynamische LWR verbaut. Das ist Mist und macht beim TÜV Ärger, aber ca. 1k Eurones später kann das wieder gut sein.
Die Händler können oft nix außer Japanisch, und das auch nur schlecht ;-)), Es ist fast unmöglich aus denen Belastbares rauszuholen. Man braucht entweder jemand vor Ort – das geht nur lokal, oder arbeitet mit einem Exporteur, der alle Versteigerungen ständig auf dem Radar hat UND die auction sheets (mindestens Grade 4,5 und B, one owner, no reconstruction, non smoker, maintenance records) lesen und übersetzen kann. Das macht Mühe, und die machen sich oft nur die Kleineren. Dann braucht man noch etwas Glück und einen "Riecher". Wenn das alles paßt, gibt es ein First Class Möbel, sonst eher nur Mittelmaß.
Das Auto hier mit dem Panodach und der offenbar guten Innenausstattung sieht wirklich lecker aus…, aber man bedenke: Autos sind wie Frauen…;-))
Die Autos bei den hiesigen Händlern (jede Menge R129 und Carreras) sind meist Billigeinkäufe der Profis vom letzten Jahr, als der Euro stärker war, aber die Dinger kamen vom Wühltisch und sehen so aus.
Richtig eingekauft ist das durchweg lohnend und wie es geht, hat Andreas ja prima beschrieben. Ergänzend hier noch ein Löffelchen Senf dazu:
RoRo Fracht ist derzeit (xch rate, Auslastung etc.) ca 800 Eurones. Hinzu kommen innerjapanische Transportkosten und Gebühren (Steuern, Abmeldung, Export Docs usw.), die können noch mal 800 Eurones ausmachen. Man soll darauf bestehen, daß WWL den RoRo Transport macht.
Am Beispiel des schwarzen Bocks bei Goo-Net kann man einige Tücken zeigen:
Erst mal ist keine FIN genannt, die MUSS sein! Es sieht so aus, als ob das ein Grauimport aus D oder auch der SU (!) ist, weil in J unübliche Ausrüstung verbaut ist: Notsitze, Windschott, Heckblech und Frontunterlage für breite EU Kennzeichen. Das Risiko hier sind heftig gedrehte Tachos (Schlüssel sind arg abgegriffen) und Vorschäden. Dafür spricht auch die 99er Zulassung für ein frühes 98er Auto. Ohne FIN keine Klarheit! Offiziell importiere (Yanase) Vehikel sind meist sauber dokumentiert.
Die (fragwürdigen) Räder machen hier u.U. erheblich Zulassungsprobleme und VR Reifen wurden auch gern montiert. Das elektronische Gerümpel ist in der EU völlig nutzlos, und das Loch im Brillenfach muß man auch stopfen…
Die Xenons wurden sicherlich nachgerüstet (wie oft in J), weil die Wischer der SWR zu den Normalos gehören. Dabei wurde (fast) nie die dynamische LWR verbaut. Das ist Mist und macht beim TÜV Ärger, aber ca. 1k Eurones später kann das wieder gut sein.
Die Händler können oft nix außer Japanisch, und das auch nur schlecht ;-)), Es ist fast unmöglich aus denen Belastbares rauszuholen. Man braucht entweder jemand vor Ort – das geht nur lokal, oder arbeitet mit einem Exporteur, der alle Versteigerungen ständig auf dem Radar hat UND die auction sheets (mindestens Grade 4,5 und B, one owner, no reconstruction, non smoker, maintenance records) lesen und übersetzen kann. Das macht Mühe, und die machen sich oft nur die Kleineren. Dann braucht man noch etwas Glück und einen "Riecher". Wenn das alles paßt, gibt es ein First Class Möbel, sonst eher nur Mittelmaß.
Das Auto hier mit dem Panodach und der offenbar guten Innenausstattung sieht wirklich lecker aus…, aber man bedenke: Autos sind wie Frauen…;-))
Die Autos bei den hiesigen Händlern (jede Menge R129 und Carreras) sind meist Billigeinkäufe der Profis vom letzten Jahr, als der Euro stärker war, aber die Dinger kamen vom Wühltisch und sehen so aus.

