14.07.14, 11:08
SL-BB schrieb:Das musst Du mir jetzt mal erläutern, Winni!
Die Größe der Felgen 17/18/19 merkt man sehr deutlich in der Agilität (Beschleunigung, Durchzug UND beim Bremsen).
Ausschlaggebend sind die unterschiedlichen Massenträgheitsmomente.
Die Lauffläche des Rades - also der Gummi (mit seiner deutlich geringeren Dichte gegenüber Aluminium Druckguss) hat immer in etwa den gleichen Abstand zu Rotationsachse. Deshalb lohnt sich jetzt mal eine genauere Betrachtung des masselastigen und somit mehrheitlich trägheitsbestimmenden Felgenkranzes. Die Felge an sich kann man vereinfacht als Hohlzylinder betrachten um diesem Trägheitsphänomen auf die Schliche zu kommen. Schaut man sich jetzt die Energie an, die aufgewendet werden muss, um die unterschiedlichen Massenträgheitsmomente auszugleichen bzw. zu überwinden (Beschleunigung), dann ist der Abstand des Felgenkranzes von der Drehachse ausschalggebend. Bei 17ern sitzt er viel weiter innen als bei 19ern (bei denen obendrein der Felgenkranz einen viel größeren Umfang und somit auch eine viel größere Masse hat).
Somit also viel mehr Masse, die es bei 18ern und 19ern zu bewegen gilt, die auch noch weiter außen "sitzt".
Übrigens geht der Abstand des Felgenkranzes von der Rotationsachse zum Quadrat (mal höhere Masse) in das Trägheitsmoment ein.
Die guten 17er werden sich deshalb mit einem sehr deutlichen Vorteil im Beschleunigungsduell bemerkbar machen. Nebenbei kann man den Bremspunkt auch noch um einiges später setzen, weil ja nicht so viel Rotationsenergie "vernichtet" werden muss.
Ist das so verständlich und nachvollziehbar?
Winni

