Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

M119.972 unrunder Leerlauf und Zündaussetzer bei Betriebstemperatur stärker
#1

Liebe R129 Forum Gemeinde

Leider habe seit gut einem Jahr mit einem runden Leerlauf und sporadisch vermeintlichen Zündaussetzern bei warmen (Wassertemperatur ca. 90 & Öl Druck zwischen 1 und 2) zu kämpfen. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten. Schon mal vorab vielen Dank für eure Hilfe. Ich bin für alle Tipps und Hinweise sehr dankbar.

Daten:
R129 SL 500
Motor: M119.972 320 PS LH-Jetronic
KM: 140.000 BJ: 1995

Arbeiten von Vorbesitzer:
-LMM erneuert (Bosch mit Produktionsdatum 2008)
-Motorkabelbaumerneuert Original Oktober 2015
-Unterdruckleitungen Bremskraftverstärker
-Alle Flüssigkeiten (Öl, Kühlwasser) getauscht

Bereits von mir und in Werkstätten durchgeführte Arbeiten ab März 2016 bis heute:
-März 2016. Thermostat (Original MB), Testen Kompression Zylinder (alle in der MB Toleranz)
-Mai 2016:Zündkerzen, Zündverteiler-finger und läufer, Zündspulen (Original Bosch)
-Mail 2016: Austauschen aller von außen zugänglichen Niederdruckschläuchen am Motor vorne
-Juni 2016: Prüfen der Steuerzeiten sowie einregulieren Grundstellung der Nockenwellen Prüfen (bei MB) ohne Befund alles in der vorgebenden Toleranz
-August 2016: Zylinderkopfdichtung auf Dichtigkeit geprüft, Verteilerkappen geprüft verschleiß (Korrosion) sowie erneuern der Dichtungen, Abgasuntersuchung gab an das Lambdawert 1.017, CO 0.48, Co corr 0.49, O2 0.79 & CO2 14.10 in Ordnung sind, Befund Fehler Leerlaufschalter EFD Fehler abgelegt --> Elektrische Anlage prüfen Leerlaufschalter prüfen Befund OK, Fehlerspeicher einer Zylinderreihe mit Impulszähler/ HHT auslesen Befund festlegen, Brennraum ausleuchten mit Endoskop --> Zündkerze Zylinder 6 nass --> Einspritzventil Zyl. 6 erneuern. (MB Werkstatt)
-November 2016: Abgasprüfung vor KAT (Ausschluss das KAT verfälscht) Leerlaufdrehzahl 639, CO 0.52,HC 152, CO2 13.73, 02 0.70, Lambda 1.006, Luft/Kraftstoff Verh. 14.8, Öl Temperatur 100 Grad Celsius.
--> Motor läuft Altersentsprechend normal (Freie Werkstatt Mercedes spezialisiert)
-März 2017 eigtlich wegen Klima check zusätzlich Motor: Motor prüfen CO Wert im Leerlauf und bei erhöhtem Leerlauf zu Hoch, Verteilerkappen und finger prüfen --> OK,
-April 2017 Zündkabel Wiederstand messen in Ordnung und Falschluft durch besprühen von Bremsenreiniger nicht verstellbar.
-April 2017 Alle Einspritzventile eingeschickt zum Überprüfen und reinigen --> Alle Ventile in Ordnung soweit Messbar, Austausch Kraftstofffilter

Problem des Leerlaufs:
Der Leerlauf dreht im Stand bei 500 Umdrehung und schwankt leicht. Je wärmer der Motor wird Öl durch unter 2 desto schlimmer werden die Schwankungen. Diese sind ungefähr +- 150 Umdrehungen. Hinzu kommt das er im Stand sporadisch auftretende "ich denke" Zündaussetzer hat wodurch die Drehzahl kurzzeitig bis unter 250 Umdrehungen absinkt. Ich habe mir auch schon eingebildet das diese während der Fahrt auftreten bis zu 1500 Umdrehungen. Zudem habe ich festgestellt das wenn man im Stand bei warmen Motor die Bremse betätigt (Stark) und loslässt und das ganze oft im Takt das die Drehzahl extrem anfängt zu schwanken 750-200 Umdrehungen als würde er gleich abwürgen.
Der Motor lässt sich aber immer einwandfrei Starten, zieht gut und ist noch nie abgesoffen oder ausgegangen.

Das sind alle bereits Durchgeführten Arbeiten und das eigentliche Problem. Ich habe hier und da auch andere Fehlerquellen versucht auszuschließen. Aktuell zeigt der Fehlspeicher keine Fehler. Die einzigste "noch" ausstehende Arbeit wäre das die letzte Werkstatt März meinte der Leerlaufkontaktschalter geht wenn man vom Gas im Stand runter geht 1 und wenn man aufs Gas geht aus. Dies wurde durch eine andere Werkstatt schon einmal überprüft.
Aber meine Frage dazu wäre ob es an der Drosselklappe liegen könnte?

Abschließend möchte ich mich wirklich herzlich bei jedem bedanken der den Text durchgelesen hat. Ich möchte eigentlich keinem diesen langen Text in einem Forum antuen, weiß aber leider nicht mehr weiter und wollte alles so detailliert wie möglich beschreiben.
Ich komme aus München und wäre auch dankbar falls jemand eine vertrauensvolle Werkstatt weis die sich mit dem problem auskennen sollte oder vielleicht ein erfahrener Schrauber natürlich gegen eine Entschädigung mit weiterhelfen könnte.

Vielen Dank und Grüße Peter
Zitieren
#2

Kappen und Zündkabel wurden zwar mehrfach geprüft aber noch nicht erneuert. Oder hab ich es überlesen. Das wäre für mich die erste Aktion gewesen, da der M119 da extrem anspruchsvoll ist.

Ein Leben lang suchst du vergeblich die große Liebe ...
Dann steht SIE plötzlich vor dir -
und hat vier Räder.
Zitieren
#3

Die Zündverteilerfinger sprich Kappen und Zündverteilerläufer habe ich erneuert. Die Zündkabel habe ich bisher nur durchgemessen da diese von Vorbesitzer schonmal erneuert wurden. Wäre aber auch noch einen idee. Weiß jemand wieviel Ohm diese haben sollten? Oder ob es eine Möglichkeit gibt diese verlässlich zu überprüfen?
danke Smile
Zitieren
#4

Moin,

ich tippe trotz allem auf die Zündverteiler, denn die Dinger sind heimtückisch. Hatte das Problem mehrfach bei meinem C140.
Bernard Marinajovic hatte vor einiger Zeit im W140-Forum einen detaillierten Ratgeber geschrieben. Bernard ist Spezialist für die M119 und M120-Motoren, vor allem die Hubraumvarianten von AMG und Lorinser.

Zitat:ich verbaue nur noch original Mercedes Verteilerkappen und Finger! Alles andere macht nur Probleme bei den M119er Motoren. Die Beru Teile sind zur Zeit unter aller Sau! Genau so Bremi. Bei Beru wurde eine Serie hergestellt wo die Kupferkontakte nicht mehr wie bei den original Kappen eingegossen sind, sprich die Kontakte stehen frei. Das begünstigt das Reißen der Kappen und ein stärkerer Abbrand der Kontakte.

Hatte dieses Jahr schon fast 20 M119er Motoren mit Zündproblemen in den Fingern und immer war der Verursacher die Beru oder Bremi Teile! Durch original Mercedes Teile ersetzt und absolut problemlos! Als Zündkabel ist es wichtig keine Mercedesteile zu nehmen, da diese nur in Einzelteile lieferbar sind und die Kabel erst konfektioniert werden müssen. Und genau da liegt das Problem! Der eine crimpt die Hülsen mal stärker der andere mal schwächer und somit ist schon vorprogrammiert das es zu Zündschwierigkeiten kommt. Bei Zündkabel verbaue ich nur von Beru. Die sind schon komplett fertig konfektioniert und der Satz für den M119 Motor besteht aus 10 Teilen (8 Zylinder + 2 Zündkabel von den Zündspulen). Die Bremi Zündleitungssätze sind Schrott! Die hab ich zuhauf in letzter Zeit raus geschmissen. Deutlich merkt man das mit den Bremi Zündleitungssätzen gut 100 U/min im Leerlauf fehlen. Gut zu erkennen wenn der Leerlauf bei nur 450-550 U/min liegt.

Wichtig für ein problemloses Funktionieren der Zündverteiler sind 2 Punkte:
1. Bei der Montage von neuen Verteilerkappen und Finger immer die roten Dichtringe an den Kappen hinten dran durch neue ersetzen.
2. Mit den Jahren und größerer Laufleistung lassen die Simmerringe hinten den Verteilerfinger nach und werden undicht, d.h. Öl und Kondenswasser kommt über die undichten Simmerringe aus dem innern des Motors in die Verteilerkappe. Daher sollte man komplett alles ausbauen bis man den Simmerring sieht. Dieser sollte dann ganz genau überporüft werden. Ist nur ein Hauch von Öl oder Feuchtigkeit zu erkennen, müssen diese zuerst gewechselt werden. Dazu müssen die beiden oberen Stirndeckeln abgebaut werden. Im gleichem Zuge kann man die Undichtigkeiten die man eh bei diesen Motoren hat gleich mit beseitigen. Alles andere ist nur Murks und kontraproduktiv. Zu oft hab ich Fahrzeug da gehabt, an denen Verteilerkappen, Finger und Gummidichtring gewechselt wurden und die Leute sich dennoch wundern das nach gut 10.000 km die Kappen wieder voll Grünspan sind und laufend Zündaussetzer haben. Viele waren dann so fertig das nur der Einbau neuer Teile die Folge war. Und dies kann ich auch jedem nur wärmstens empfehlen! Denn ein Nachschleifen wie z.B. mit dem Dremel bringt wieder nur Probleme da der Zündabstand vergrößert wird.

Meine Empfehlung: Immer beide Kappen, Finger, Gummidichtringe, Simmerringe und den kompletten Zündleitungssatz wechseln! Viele werden fragen wieso das alles? Ganz einfach: Ein Zündleitungssatz hat bei den meisten zwischen 15-20 Jahre auf dem Buckel, immer wieder kalte und heiße Temperaturen abbekommen. Irgend wann ist auch da das Gummi nicht mehr 100% isolierend und schlägt durch. Daher gleich rausschmeißen. Einen Reifen fährt man ja auch nicht 15-20 Jahre... Simmerringe sind auch wichtig, denn auch diese werden mit den Jahren hart und spröde und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die undicht werden und die neuen Kappen und Finger zerstören. Und bekanntlich sind ja die Kappen und Finger nicht gerade ein Schnäppchenpreis...

Daher entweder gleich richtig machen und viele Jahre keine Probleme haben oder immer wieder mit Zündproblemen kämpfen und meist doppelt drauf zahlen, da wieder Neuteile fällig sind...

Wer auf absolut sichere Seite gehen will, ersetzt gleich auch noch die 2 Zündspulen. Dann hat man wirklich lange keine Probleme mehr mit der Zündung und der V8 läuft wieder seidenweich wie ein schweizer Uhrwerk [Bild: smile.png] Und das hat bisher noch jeden verblüfft wie gut ein 119er laufen kann [Bild: biggrin.png]

P.S.: DD ist der Hersteller Doduco, der für Mercedes die Verteilerfinger macht. Original Mercedes Verteilerkappen sind in der Regel von Bosch hergestellt worden.

[B]Gr
Zitieren
#5

gaaaaanz wichtig, Zubehör Kappen wegen mir sogar von Beru oder Bosch, oder Original kappen ? mit Zubehör kappen lief meiner nie, und die waren auch nicht billig

lg

Matze

- R129 500SL 91´
- R129 SL320 97´
- W116 280S 74´
- W116 280SE 75´
- W126 300SE 86´
- C124 230CE 89´
- C208 CLK320 01´ Cabrio
- W208 CLK230K 01´ Coupé
- W201 190E 1.8 91´
- GMC Typhoon 93´
- BMW X5 3.0d 05´ als Alltagsrutsche
- Dodge Grand Caravan 09´für frauchens Hunde
- Golf 3 GTI Jubi Edition, Voll Restauriert
- Wilk Wohnwagen 05´
- VW T5 Hochdach 06´
Zitieren
#6

Vielen dank für die weiteren Rückmeldung und den Tipp die kappen und Läufer zu tauschen. Was mich nur stutzig gemacht hat ist das exakt der selbe defekt beim tauschen der alten gegen neue mit Erstausrüsterqualität skeptisch gemacht hat war der Motorlauf unberührt schlecht war. Ich habe die letzten Tage noch weitere Punkte in Betracht gezogen und oft gelesen das die Drosselklappenverkabelung Probleme macht und siehe da die Isolierung ist komplett kaputt. Meine frage wäre ob jemand Erfahrungen mit der Reparatur hat oder vl weiß wo ich die Drosselklappe reparieren lassen kann? Auch wollte ich noch dumm nachfragen ob jemand weiß wo der Leerlaufregler sitzt?
[ATTACH=CONFIG]36103[/ATTACH]


Angehängte Dateien
.jpg Foto 10.05.17, 20 37 11.jpg Größe: 504.91 KB  Downloads: 86
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema / Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste