25.01.11, 23:02
Wenn man von Ausreißern wie Material- oder Bearbeitungsmängeln absieht, hat ein moderner Otto mit i.O. Schmierung und Kühlung auch unter Vollast eine hohe mechanische Lebensdauer. Wenn Schäden auftreten, ist durchweg die Peripherie – namentlich die Gemischaufbereitung – verantwortlich. Die Folge sind dann oft thermisch bedingte Kolben und/oder Ventilschäden. Bei unseren Motoren sind nicht selten marode Kabelbäume die eigentliche Ursache.
Verschleiß tritt nur in der Kalt- und Warmlaufphase auf. Das liegt zum größten Teil an der dabei vorherrschenden Mangelschmierung durch Ölverdünnung. Besonders gut erkennbar an der Position des Verdichtungsringes bei OT. Wer mal ein zweitaktendes Moped hatte, kennt die berühmte Kante bei OT, weil so ein armes gemischgeschmiertes Nähmaschinenmotörchen immer Mangelschmierung hat. Beim 4Takt Otto ist es erst mal der Kaltlauf, und lange danach kommt erst die Folge der sehr geringen Klobengeschwindigkeit bei OT, die es nicht erlaubt, einen Schmierkeil aufzubauen. So einfach ist das – mit modernen Ölen und Werkstoffen. Das war noch bis in die 70er anders…
Ähnliches gilt für die Steuerung, auch hier gibt es im Warmlauf prinzipbedingt (hohe Flächenpressung usw.) Schmierprobleme, die erst betriebswarm (fast) verschwinden. Moderne Öle lindern das dramatisch, andernfalls würden es unsere aufwendigen Ventiltriebe (außer im M103) nicht lange machen.
Ein Sonderfall sind die berühmten Ketten und ihre Führungen. Der Kunststoff da dran altert unter ungünstigen Bedingungen (Temperatur, Ölchemie) relativ schnell, besonders bei durch häufigen Kaltlauf versautem Öl, das nagt sogar an der Kette. Mit Ölwechsel aber gut beherrschbar. Bei hoher thermischer Last wirklich wichtig. Warm wird es nicht nur wegen der Last, oft sind schlechte Kühlung durch Fliegengräber in den Kühlernetzen, schlappe Wapus (Kavitation), müde Viskokupplungen usw. die eigentliche Ursache.
In unseren Motoren sind die Lagerungen der KW und Pleuel so sorgfältig dimensioniert und gefertigt, daß Schäden praktisch nur durch Versagen der Schmierung entstehen, meist sind Fremdkörper in Ölkanälen die Ursache.
Wenn man nun so einen Motor "rumstehen" läßt, macht ihm das gar nix (wenn das Öl nicht versaut ist), und undicht wird er auch nicht. Dichtungen geht es vorwiegend durch Temperaturwechsel (und Chemie) an den Kragen, weil da durch die Materialausdehnung Relativbewegungen unvermeidlich sind, und so was gibt es beim rumstehen nicht. Die Mär vom durch lange Standzeit trockenen Lager kann man bei den hier geltenden Zeiten im dazu passenden Buch aufbewahren.
Verschleiß tritt nur in der Kalt- und Warmlaufphase auf. Das liegt zum größten Teil an der dabei vorherrschenden Mangelschmierung durch Ölverdünnung. Besonders gut erkennbar an der Position des Verdichtungsringes bei OT. Wer mal ein zweitaktendes Moped hatte, kennt die berühmte Kante bei OT, weil so ein armes gemischgeschmiertes Nähmaschinenmotörchen immer Mangelschmierung hat. Beim 4Takt Otto ist es erst mal der Kaltlauf, und lange danach kommt erst die Folge der sehr geringen Klobengeschwindigkeit bei OT, die es nicht erlaubt, einen Schmierkeil aufzubauen. So einfach ist das – mit modernen Ölen und Werkstoffen. Das war noch bis in die 70er anders…
Ähnliches gilt für die Steuerung, auch hier gibt es im Warmlauf prinzipbedingt (hohe Flächenpressung usw.) Schmierprobleme, die erst betriebswarm (fast) verschwinden. Moderne Öle lindern das dramatisch, andernfalls würden es unsere aufwendigen Ventiltriebe (außer im M103) nicht lange machen.
Ein Sonderfall sind die berühmten Ketten und ihre Führungen. Der Kunststoff da dran altert unter ungünstigen Bedingungen (Temperatur, Ölchemie) relativ schnell, besonders bei durch häufigen Kaltlauf versautem Öl, das nagt sogar an der Kette. Mit Ölwechsel aber gut beherrschbar. Bei hoher thermischer Last wirklich wichtig. Warm wird es nicht nur wegen der Last, oft sind schlechte Kühlung durch Fliegengräber in den Kühlernetzen, schlappe Wapus (Kavitation), müde Viskokupplungen usw. die eigentliche Ursache.
In unseren Motoren sind die Lagerungen der KW und Pleuel so sorgfältig dimensioniert und gefertigt, daß Schäden praktisch nur durch Versagen der Schmierung entstehen, meist sind Fremdkörper in Ölkanälen die Ursache.
Wenn man nun so einen Motor "rumstehen" läßt, macht ihm das gar nix (wenn das Öl nicht versaut ist), und undicht wird er auch nicht. Dichtungen geht es vorwiegend durch Temperaturwechsel (und Chemie) an den Kragen, weil da durch die Materialausdehnung Relativbewegungen unvermeidlich sind, und so was gibt es beim rumstehen nicht. Die Mär vom durch lange Standzeit trockenen Lager kann man bei den hier geltenden Zeiten im dazu passenden Buch aufbewahren.

